Wenn das Leben auf der Bremse steht

Hier passiert im Moment nicht viel.
Der Große geht in die Schule, beim Kleinen steht der KiTa Start an. Mein Mann hat die letzten Monate seiner Elternzeit vor sich. Und ich. Ja ich bin seit einem halben Jahr krank geschrieben, nachdem ich einen Unfall hatte und das Knie kaputt war. Nun ist es repariert, aber es läuft noch nicht wie es soll und ich hoffe jetzt jeden Tag auf die Bewilligung meines Rehaantrages. Ich vermisse meine Arbeit und meine Kollegen. Und ja, zu Hause fällt mir so langsam die Decke auf den Kopf. Ich plane, theoretisch. Ich würde aber lieber praktisch tätig werden. Ich habe so viele Baustellen, die ich angehen möchte. So viele Ideen, die ich umsetzen will, und es geht alles nicht so wie ich das gerne wollen würde.

Als ich Ende März diesen Jahres die Treppe zu Hause runtergestürzt bin, war ein paar Tage später klar, dass ich das vordere Kreuzband kaputt habe. Es war auch klar, dass das repariert werden muss. Darauf war ich eingestellt. Als ich dann nochmal stürzte, weil das Knie mitten im Laufen einfach nachgab, rissen auch die anderen Bänder und der Schaden war erheblich vergrößert. Darauf war ich nicht eingestellt. Zwar ist inzwischen alles soweit repariert. Aber ich kann das Bein nach wie vor nicht voll belasten. Nicht weil es schmerzt. Weil der Kopf es nicht zulässt. Der Kopf bremst mich aus. Aus Angst vor einem erneuten Sturz. Erneuten Schmerzen. In der Physiotherapie habe ich nicht viel Hilfe bekommen. Die Sitzungen waren halbherzig und eigentlich war ich ziemlich allein gelassen. Mein Mann hilft mir so gut er kann. Aber den Kopf befreien, das kann er nicht. Nun warte ich, dass meine Reha bewilligt wird. Dass ich unter wirklich guter Anleitung die Kraft ins Bein zurück bekomme. Dass ich wieder ohne Krücken laufen kann. Mein Leben wieder aufnehmen. Endlich wieder den Startknopf drücken.

Dass ich solange nicht laufen können würde war nicht absehbar. Dass ich auch so ein Problem damit haben würde, zwangsweise entschleunigt zu werden, habe ich auch nicht geahnt. Inzwischen geht es mir ziemlich auf den Geist. Mein Kopf sprudelt vor Ideen. Ich schreibe sie alle auf. Ich habe inzwischen eine lange Liste, mit Dingen, die ich bald machen will. Statt des Herbstes plane ich jetzt den Winter. Die Adventszeit mit meinen Kindern.
Ich hoffe sehr, dass ich bald meine Reha antreten kann. Damit wenigstens das wie geplant laufen kann.

Bis dahin lese ich mich weiter schlau. Meine To Read List ist lang. Aktuell lese ich “Am Ende meiner Nerven sind noch Kinder übrig” von Sabrina Heinke. Ein Buch, welches ich bestimmt nochmal separat thematisieren werden.
Würde euch interessieren, welche Bücher ich aktuell noch auf meinem Stapel liegen habe? Lasst mir doch mal einen Kommentar da. =)

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