Die Frage, die sich viele Eltern nach dem ersten Kind stellen!

Ein zweites Kind ja oder nein?

Ich habe zwei Jungs. mein Großer war gerade 5 Jahre alt, als der Kleine dazu kam. Und er war der stolzeste große Bruder, den die Welt je gesehen hat. 😉
Jetzt. Dreieinhalb Jahre später ist er oft der genervteste große Bruder, den die Welt je gesehen hat.

Liebst du beide Kinder dann gleich? Ja und nein. Gleich stark? Auf jeden Fall. Aber nicht immer zur selben Zeit. Du würdest für beide Kinder dein Leben geben, und genauso gerne beide abwechselnd auf den Mond schießen. One way, versteht sich.
Einer wird immer mal zu kurz kommen, das liegt in der Natur der Sache. Du wirst dich dauernd fragen , ob du den beiden auch gerecht werden kannst und diese Frage eigentlich nie mit ja beantworten. Dein Erstgeborenes wird dir ziemlich sicher dann und wann an den Kopf werfen, dass du das zweite Kind bevorzugst und ungerecht bist. Und sowieso die blödeste Mama überhaupt bist. Einfach, weil das genau in dem Moment das ist, was dein Kind empfindet. Und das ist ok. Das kleinere Kind braucht nunmal dann und wann mehr Aufmerksamkeit.

Du wirst ständig zwischen “Oh mein Gott, was hab ich meinem Kind da zugemutet” und “scheiße sind die zwei süß miteinander” hin und her switchen. So wie es jede andere Mehrfachmami auch tut. Und auch das ist ok so!

Meine Söhne sind fast 6 Jahre auseinander. Sie sind in komplett unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Während der Kleine mit seinen 3 Jahren in der “ich nehm alles auseinander Phase” ist, ist der Große mit seinen 9 Jahren der Beschützer seines Lego Imperiums. Ich als Mutter befinde mich übrigens in der “Ich würde jetzt 18 Jahre Südsee vertragen – ALLEIN” Phase.

Und dann, nach einem Tag voller Geschwisterstreit und voneinander genervt sein, den anderen auf einen anderen Planeten wünschen und alle hassen alle Momenten, sitzen die zwei auf dem Sofa. Der Große liest dem Kleinen schon zum dritten Mal das gleiche (todsterbenslangweilige) Buch vor, weil der sich das so wünscht und ich platze vor Glückseligkeit.

Geschwister streiten, das gehört dazu. Genauso wie sie Phasen haben, in denen sie sich hassen, und Phasen in denen sie sich lieben. Und irgendwann sind sie groß. Und wenn wir Eltern irgendwann vielleicht nicht mehr sind, dann ist der andere da. Ein Stück Kindheit, dass ihnen keiner nehmen kann, im Idealfall. Jemand, auf den sie bauen können, wenn sonst keiner mehr da ist. Jemand, der sie versteht wie kein anderer.

Geschwister suchen sich nicht aus, dass sie Geschwister werden. Das tun wir als Eltern mit der Entscheidung für mehr als ein Kind. Wir entscheiden, unserem Erstgeborenen ein zweites Wunder vor die Nase zu setzen und es damit zu entthronen. Und völlig egal, wie schön und harmonisch wir uns das Ganze vorher ausmalen – es wird ganz bestimmt ganz anders.
Aber irgendwann, dann wenn wir Eltern am wenigsten damit rechnen, werden unsere Kinder zu Partnern in Crime.

Meine Jungs, sie sind die meiste Zeit des Tages die größten Streithähne, aber wenn sich der Kleine was zu naschen ergaunert, denkt er immer an seinen Bruder. Eins für ihn, eins für seinen Bruder. Und wenn sich einer etwas beim Einkaufen aussuchen darf, wird auch immer der Andere mitbedacht. Und ich kenne keine Jungs, die heimlicher miteinander tuscheln können als meine Söhne, wenn sie Mist aushecken.

Zusammenfassend möchte ich sagen, ja manchmal leidet ein Kind unter dem Anderen. Und ja, sie treiben ihre Eltern in den Wahnsinn. Und auch ja, du wirst ständig das Gefühl haben zu platzen. Mal vor Liebe und mal vor Verzweiflung.

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